Adventskranz fing Feuer

Rauchmelder können Leben retten!

Auch dieser Zeitungsbericht aus der Wetterauer Zeitung vom 24. Dezember 2002 zeigt wieder einmal, wie wichtig Rauchmelder sein können.


  • Zeitungsartikel aus der Wetterauer Zeitung vom 24. Dezember 2002
    Nummer 299 – Seite 28

    Lebensretter Rauchmelder

    Adventskranz fing Feuer:
    Ehepaar erlitt Rauchvergiftung

    Wöllstadt (en). Wie wichtig Rauchmelder sein können, zeigte sich wieder einmal am Sonntag bei einem Brand in Nieder-Wöllstadt. Ein älteres Ehepaar bemerkte nicht rechtzeitig den brennenden Adventskranz. Familienangehörige wurden auf den Rauchmelder aufmerksam. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen und die alte Frau bewusstlos, aber lebend aus der Wohnung bergen. Beide Ehepartner wurden in eine Klinik gebracht.
    Die 87-jährige Ehefrau hatte sich anscheinend in der Küche aufgehalten und ihr 88-jähriger Mann saß im Wohnzimmer, als um 20.45 Uhr, anscheinend unbemerkt, der Adventskranz auf dem Wohnzimmertisch niederbrannte und das Feuer auf den Tisch übergriff. Das ältere Ehepaar bewohnt die Dachgeschosswohnung im dreigeschossigen Haus der Familie. Im Parterre wurde man auf den Rauchmelder aufmerksam, konnte jedoch auf Grund der starken Rauchentwicklung nicht mehr in die Dachgeschosswohnung zu den Großeltern. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte die bereits bewusstlos in der Küche am Boden liegende Frau und auch ihren Mann aus dem Wohnzimmer bergen. Beide wurden mit mittelschweren Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden in der Wohnung begrenzt sich auf etwa 5000 Euro. Die Rauchmelder waren bei der letzten Renovierung vor zwei Jahren eingebaut worden – eine kleine Investition, die sich jetzt bezahlt machte.

Rauchmelder können Leben retten!

Der folgende Zeitungsbericht aus der Wetterauer Zeitung vom 5. Dezember 2002 zeigt, dass es auch oder besonders für private Haushalte empfehlenswert ist, Rauchmelder zu installieren.


  • Zeitungsartikel aus der Wetterauer Zeitung vom 5. Dezember 2002
    Nummer 283 – Seite 29

    Toter bei Brand in Einfamilienhaus

    53 Jähriger schafft Flucht nicht mehr – Feuerwehr empfiehlt Rauchmelder

    Brand in der Karlsbader Straße
    Unmittelbar hinter dieser Verandatür vermuten die Feuerwehr und Polizei den Brandherd. Stapel von alten Zeitungen und Papieren könnten die Entwicklung des Feuers begünstigt haben. (Fotos: Storck)

    Echzell (dö). Betroffenheit herrschte gestern in der Karlsbader Straße im Neubaugebiet Am Preulen: Bei einem Wohnhausbrand war in der Nacht zu Mittwoch der 53 jährige Hausbesitzer gestorben. Der Bankangestellte, der allein lebte, jeden Tag zur Arbeit nach Frankfurt fuhr und seine Abende zumeist in örtlichen Gaststätten verbrachte, hatte den Brand noch bemerkt und vergeblich versucht, ins Freie zu flüchten.

    Gegen 3.30 Uhr hatten von Nachbarn den Brand bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Bei deren Eintreffen war bereits starke Rauchentwicklung feststellbar. Die Einsatzkräfte drangen mit Atemschutzgerät ins Haus vor; in der Diele fanden sie den 53-jährigen leblos vor. Die Polizei geht nach ihren ersten Ermittlungen davon aus, dass er selbst den Brand bemerkt hatte und sich auf dem Weg nach draußen befand, als er durch das Einatmen der Rauchgase ohnmächtig wurde. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

    Die ersten Untersuchungen ergaben, dass der Brand zweifelsfrei im Wohnzimmer entstanden war. Die Polizei vermutet als Ursache einen technischen Defekt oder eine fahrlässige Brandstiftung. Die Ermittlungen dauern an. Der entstandene Schaden wird derzeit auf 80000 Euro geschätzt.

    Polizei und Feuerwehr nehmen diesen Fall zum Anlass und appellieren an Haus und Wohnungsbesitzer, vorbeugend Rauchmeldeeinrichtungen zu installieren. Diese ermöglichen bei fachkundigem Einbau eine frühzeitige Alarmierung im Falle eines Brandes. Die Brandschutzabteilung beim Wetteraukreis in Person von Kreisbrandinspektor Ottfried Hartmann steht für weitere Auskünfte zur Verfügung.

    Brand Karlsbader Straße
    In diesem Haus in der Karlsbader Straße starb der 53-jährige. Fotos: Storck

Rauchmelder – Auf welches Gütesigel ist Verlass?

Rauchmelder verkaufen sich in der Bundesrepublik derzeit so gut wie nie. Über Handelsketten, Baumärkte drängen Produkte mit und ohne Prüfzertifikate zum Verbraucher. Doch ob diese Rauchmelder im Ernstfall auch verlässlich die Rauchgaskonzentration in der Luft melden, ist nach Expertenmeinung fraglich. Einheitlich warnen alle Fachleute vor dem Ankauf von qualitativ “minderwertigen Geräten”, bei denen die Gefahr besteht, dass sie im Ernstfall nicht funktionieren oder bei entsprechendem Lichteinfall häufig Fehlalarme hervorrufen.

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